Montag, 15. April 2019, Einlass. 19:30 Uhr, Beginn 20:15 Uhr

Adresse:

Wolf & Galentz | Kunsthandlung

  • Wollankstraße 112a
  • 13187 Berlin

Musiker

  • Lawrence Casserley, Großbritannien (Signal Processing Instrument SPI)
  • Mazen Kerbaj, Libanon (präparierte Trompete)
  • Harri Sjöström, Finnland (Sopran- und Sopraninosaxofon)

Echtzeitmusik ist freie Improvisation, bei der die MusikerInnen ohne jede vorhergehende Komposition, ohne Skript und Noten, zusammen spielen. Das Stück entsteht aus spontanen Einfällen aller. Das erfordert, damit sich ein Stück ergibt, ein besonders hohes Maß an Aufmerksamkeit aller für die anderen und auch für den Raum und die Umgebung.

Lawrence Casserley

Lawrence Casserley, 1941 in England geboren, beschäftigt sich schon seit den 1960er-Jahren mit elektronischer Musik. Er hat auf vielen verschiedenen analogen Synthesizern gespielt und hat auch selbst welche gebaut, später entwickelte er sein eigenes Instrument für Echtzeit-Processing, das SPI (Signal Processing Instrument), das unmittelbar auf Input reagieren und die Töne anderer Instrumente zu einer akustischen Klanglandschaft transformieren und zusammenfügen kann.
Seit langer Zeit arbeitet er mit Evan Parker zusammen, als Duo und mit Evans’ elektroakustischem Ensemble. Er hat auf unzähligen internationalen Festivals, Konzerten und anderen Events gespielt sowie Workshops und Seminare geleitet. Die mit Peter Jones zusammen geschaffenen Licht- und Klang-Werke sind international ausgestellt worden.

Mazen Kerbaj

Mazen Kerbaj ist Mitbegründer der libanesischen Improvisationsszene, so als Mitglied der Musikerorganisation MILL, die seit 2001 in Beirut das jährliche Irtijal Festival veranstaltet. 2004 war er Mitbegründer des Al Maslakh Ensemble (u. a. mit Paed Conca), 2005 entstand Al Maslakh als erstes Label für Improvisationsmusik in dieser Region; 2009 folgte das Sublabel Johnny Kafta’s Kids Menu für Alternative und Experimental-Rock aus dem Libanon. Seit 2000 tritt Kerbaj als Solist und in verschiedenen Bandprojekten im Nahen Osten, Europa und in den Vereinigten Staaten auf, so mit Sharif Sehnaoui, Franz Hautzinger, Lê Quan Ninh, Mats Gustafsson, Guillermo Gregorio, Gene Coleman, Michael Zerang (Cedarhead, 2006), Fred Lonberg-Holm, Michael Bullock, Vic Rawlings, David Stackenäs, Martin Küchen, Axel Dörner, Jarrod Cagwin, Thomas Lehn, Joe McPhee, Raymond Boni, John Butcher und Martin Blume. (Quelle Wikipedia, 11.3.2019)

Harri Sjöström

1952 in Finnland geboren, spielte in seiner Jugend Klavier und Gitarre. Später fand er seine musikalische Stimme mit dem Soprano und Sopranino Saxopfon. Er studierte Musik und Bildende Kunst in San Francisco in den 1970er-Jahren, was ihm die Möglichkeit eröffnete, an Workshops bei John Cage, Vinko Globokar, George Russell und Bill Dixon teilzunehmen und Saxofon bei Leo Wright und Steve Lacy zu studieren. Nach seiner Rückkehr nach Europa 1978 spielte er mit Derek Bailey, Paul Lovens, Paul Rutherford, Reggie Workman (und anderen) und begann schließlich eine ausgedehnte Zusammenarbeit mit Cecil Taylor, unter anderem fünf Aufnahmen mit kleinen Ensembles. Er hat außerdem Filmmusik komponiert und ist immer noch als Fotograf aktiv.

Soundscapes ist ein Projekt von Harri Sjöström